16.04.10 Geschichte des Karnevals

Allein der Klang des Wortes “Karneval” zaubert Vielen ein Lächeln aufs Gesicht, stehen die “tollen Tage” vor Beginn der Fastenzeit doch wie nichts anderes für Frohsinn und Ausgelassenheit. Beginn der Karnevalszeit ist der 11. November.

Traditionell wird in vielen Städten am 11.11. um 11 Uhr 11 mit Musik und ersten Veranstaltungen die Karnevalszeit eingeläutet. Die eigentlichen Karnevalstage liegen jedoch in der Woche vor Aschermittwoch -Weiberdonnerstag, Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag, an dem die meisten Umzüge stattfinden, und Veilchendienstag. Doch wo liegen die Ursprünge?

Die Geschichte des Karnevals, der regional unterschiedlich auch Fastnacht, Fas(e)nacht, Fastelabend oder Fasching heißt, reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits vor 5000 Jahren wurde im Zweistromland ein siebentägiges Fest als symbolische Hochzeit eines Gottes gefeiert. Eine Inschrift besagt: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“ Dieses Gleichheitsprinzip ist bis Heute wesentliches Merkmal des Karnevals.

Oft werden auch die römischen “Saturnalien” zu Ehren des Gottes Saturn als Ursprung des Karnevals gesehen. Jederman wurde zu den öffentlichen Feiern eingeladen. Hinrichtungen wurden ausgesetzt und die Beziehungen zwischen den Gesellschaftsschichten kehrten sich zeitweise um. Nicht nur in unseren Tagen wird also die (politische) Obrigkeit an Karneval scherzhaft oder boshaft verhöhnt; auch in Rom durften die Menschen während der Saturnalien über alles und Jeden frei sprechen und überschütteten sich mit Rosenblättern. Diesem Brauch wird die Entstehung des Konfettis zugeschrieben. Auch veranstalteten die Römer im Zuge der Feste bereits prächtige Umzüge.

Allerdings haben sich in vielen der heutigenMasken und Bräuchen keltische Rituale erhalten, welche im Zuge der Christianisierung im Mittelalter in die kirchliche Liturgie übernommen wurden. Der Karneval wurde vor die Fastenzeit gelegt. Da diese im Zuge der Reformation vorübergehend abgeschafft wurde, verlor auch der Karneval an Bedeutung. Viele Bräuche gerieten wieder in Vergessenheit. In vielen protestantisch geprägten Gebieten gibt es daher erst seit dem gegen Ende des 20 Jahrhunderts einsetzenden “Boom” Karnevalsveranstaltungen.

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