17.06.09 Wirtschaftlicher Ruin durch Schwarzarbeit

Schwarzarbeit ist, aus der Sicht derer, die sie annehmen, die Möglichkeit, steuerfrei viel Geld zu verdienen. Krankgeschriebene oder arbeitslose Menschen, aber auch Ausländer mogeln sich so einige Millionen Euro am Fiskus vorbei in die eigene Tasche. Sowohl für die ehrlichen Steuerzahler, als auch für die Unternehmen, die trotzdem Lohnkosten bezahlen, und nicht zuletzt auch für den Staat, der die sozialen Gelder bezahlen muss, entstehen hier Schäden, die nicht zu verantworten sind. Deshalb muss gegen Schwarzarbeit strikt vorgegangen und sie nach Möglichkeit komplett verhindert werden.

Die Ermittlungen bei Schwarzarbeit kann natürlich nicht immer der Beamte übernehmen, der gerade die Steuererklärung bearbeitet. Auch die Angestellte bei der Krankenkasse ist nicht abkömmlich, um zu überprüfen, ob der Mann mit Krankenschein auch brav auf der Couch liegt, um sich auszukurieren. Der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt, der die Hartz IV Anträge bewilligt, kann auch nicht bei jedem Antragsteller zuhause klopfen, um zu überprüfen, ob nicht eine Schwarzarbeit für zusätzliche Geldquellen sorgt. Also wenden sich bei begründetem Verdacht die Firmenchefs oder anderen Verantwortlichen an Detekteien, die die Ermittlungen übernehmen. Es ist für den Steuerzahler viel günstiger, wenn ein Detektiv einen Betrüger überführt, als wenn die Behörde über Monate Leistungen bezahlt, die dem Empfänger nicht zugestanden wären.

Auch für die Inhaber von Unternehmen ist es nicht gerade ein Gewinn, wenn ein Arbeiter sich krankschreiben lässt, um Schwarzarbeiten zu gehen. Er bezahlt die ersten sechs Wochen der Krankheit Lohnfortzahlung, also das übliche Gehalt ohne Sonderzulagen. Dies sind Kosten, die er doppelt bezahlen muss, denn entweder schmälert sich durch das Fehlen der Arbeitskraft der Gewinn, oder er hat doppelte Ausgaben, weil er eine Aushilfe oder Vertretung einstellen muss. Auch hier ist die Bezahlung einer Detektei sinnvoll, vor allem, wenn ein Angestellter öfter als üblich krank ist.

Wie die Detektive die Aufgabe, den vermeintlichen Schwarzarbeiter zu überführen, lösen, bleibt wahrscheinlich ihr Geheimnis. Als Auftraggeber ist man aber ohnehin nur an den Beweisen interessiert, die der Ermittler bei seiner Arbeit sammelt. Ob Fotos, Videos oder einfach Augenzeugenberichte: Arbeitet jemand schwarz, wird der Detektiv es über kurz oder lang herausfinden. Die Strafen für das unrechtmäßige Erhalten einer sozialen Leistung, für Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit sind nicht ohne Grund sehr empfindlich.

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