26.01.09 Kollegialität am Arbeitsplatz
Arbeitskollegen sind das, was sie sind: Menschen, die an einem Ort gemeinsam, aber nicht unbedingt zusammen, ihrer Arbeit nachgehen. Ob sie ein eher reserviertes Verhältnis zueinander haben, eher befreundet sind, oder sogar Mobbing ein Thema ist, ist von Firma zu Firma verschieden, und liegt an der Konstellation an Charakteren, die das Schicksal, beziehungsweise die Einstellungsgespräche der Chefs hier zusammen gewürfelt haben. Meist entscheidet man schon in der ersten Minute, in der man Kollegen kennen lernt, ob man sie mag oder nicht, ob Sympathie vorhanden ist, oder eine grundsätzliche Abneigung. Auch wenn man solche Gefühle hegt, sollte man sich auf gar keinen Fall vorschnell ein Urteil bilden, und jemanden abstempeln, bevor man ihn richtig kennt. Reservierte Freundlichkeit, und die gegenseitig zugestandene Chance, sich zu beweisen, sollte immer vorhanden sein.
Wenn es in einem Team richtig gut läuft, sind das die besten Arbeitsbedingungen, die man sich vorstellen kann. Nicht nur, dass man während der Erledigung der täglichen Aufgaben füreinander einsteht, und gemeinsam das Tagwerk verrichtet; auch die Urlaubsplanung, die Krankheitsvertretungen und vieles andere mehr läuft reibungslos und ohne heimliche böse Gedanken. Man kann alles miteinander bereden, Kompromisse schließen, und vor allem auch Spaß haben. Kleine Fotogeschenke für nette Kollegen, einmal ein Kuchen, den man gemeinsam verspeist, oder eine Verabredung nach Feierabend, zum Kegeln, ins Kino oder auch zum Abendessen fördern die Kollegialität noch weiter. Hat man das Glück, an einem solchen Arbeitsplatz seiner Beschäftigung nachzugehen, ist das wirklich toll. Sogar gemeinsame Ausflugsfahrten kommen hier zustande.
Natürlich ist es fast ein Gesetz der Natur, dass, wo viele Menschen auf einem Fleck sind, auch Differenzen entstehen. Meinungsverschiedenheiten sollten jedoch nicht zu Lasten des Teams ausgetragen werden, sondern sofort mit den betreffenden Personen geklärt werden. Wenn man sich ein wenig zurücknimmt, seine Meinung klar äußert, und dem Gegenüber eine Chance gibt, sich ebenfalls zur Sache zu äußern, kann man die meisten Unklarheiten oder aufgestauten Emotionen am allerbesten aus der Welt schaffen.
Als neuer Mitarbeiter auf ein eingeschworenes Team zu stoßen, mag im ersten Moment etwas schwierig erscheinen. Dennoch kann man sich, wenn man sich nicht gleich einbringt, sondern abwartet, und einfach freundlich und hilfsbereit ist, in kürzester Zeit ein Teil dieses Teams werden. Eine kleine Einstandsfeier, die man nach Feierabend einmal organisiert, hilft, Kontaktscheu zu überwinden, und Gespräche in Gang zu bringen. Dass man als Neuling sofort und uneingeschränkt in eine bestehende Clique aufgenommen wird, ist eher unwahrscheinlich, ist man jedoch kein kauziger, eigenwilliger Mensch, dürfte man nach wenigen Wochen schon dazu gehören.







